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Klinische und datenwissenschaftliche Forschung

Unsere Forschung adressiert geschlechterspezifische Unterschiede mittels drei sich ergänzender Strategien: der Analyse bestehender internationaler Datensätze, der Visualisierung komplexer Muster in grossen Kohorten sowie der Generierung neuer Daten aus unserer klinischen Arbeit. Diese Kombination verbindet globale Perspektiven mit lokaler klinischer Expertise, ermöglicht unmittelbar umsetzbare Therapieoptimierungen und hat zu Publikationen in hochrangigen Fachzeitschriften sowie zu Beiträgen in politischen Prozessen geführt, beispielsweise in Berichten der Europäischen Kommission. Das Ergebnis sind präzisere, geschlechtergerechte Behandlungsstrategien, die Patient:innen national wie international zugutekommen.
 
Zuletzt konnten wir in einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim anhand grosser Datensätze mit Millionen von Beobachtungen eine fehlende systematische Übereinstimmung der biomedizinischen Forschung mit der tatsächlichen Krankheitslast über Krankheitsbilder hinweg und im zeitlichen Verlauf zeigen (Schmallenbach et al., Nature Medicine, 2025). Aufbauend auf dieser systemischen Perspektive haben wir geschlechterspezifische Aspekte in Medizin und Wissenschaft untersucht, darunter die Repräsentation und analytische Berücksichtigung in klinischen Studien (Bley et al., Clinical Research in Cardiology, 2025), Unterschiede in langfristigen Produktivitätsmustern (Lerchenmüller et al., Circulation, 2018), Ungleichheiten in der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit (Lerchenmüller et al., Communications Biology, 2023) sowie die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Wissenschaftler:innen (Lerchenmüller et al., BMJ Open, 2021).

Publikationen