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Keine Präzision in der Medizin ohne Sex und Gender
Aber warum ist das so? Und was bedeutet das konkret für Diagnostik, Therapie und Versorgung? Dieses Video zeigt, warum Medizin ohne die Berücksichtigung von Sex (biologisches Geschlecht) und Gender (soziale und gesellschaftliche Einflüsse) nicht präzise sein kann und wie Gendermedizin die Versorgung verbessert.
Gendermedizin rettet Leben - Warum Frauen beim Herzinfarkt benachteiligt sind
Frauen sterben öfter am Herzinfarkt, obwohl er bei Männern häufiger ist. Warum? Die Antwort liegt weniger in der Biologie, sondern vor allem in einem Gesundheitssystem, das geschlechtsspezifische Unterschiede oft ignoriert.
Immunsystem – scheinbar gleich, und doch anders: Warum Krankheiten je nach Geschlecht unterschiedlich verlaufen
Warum reagieren Frauen und Männer unterschiedlich auf Krankheitserreger?
In diesem Video erfährst du, wie das Immunsystem geschlechtsspezifisch funktioniert – und warum Frauen oft schneller und effektiver auf Infektionen reagieren als Männer.
Arzneimittel, aber sicher! – Warum Frauen mehr Nebenwirkungen haben
Viele Medikamente wirken bei Frauen anders – und verursachen häufiger Nebenwirkungen. Der Grund? Die Dosierung ist oft nicht geschlechtsspezifisch angepasst, obwohl Frauen Medikamente anders aufnehmen, verstoffwechseln und ausscheiden.
Was bedeutet «Sex»?
Sex ist der biologische Zustand, männlich oder weiblich zu sein, definiert durch Gene, Hormone und Geschlechtsorgane. Variationen des biologischen Geschlechts können beispielsweise durch Veränderungen eines Hormonrezeptors, natürliche oder synthetische Einwirkung von Sexualhormonen während der Embryonalentwicklung oder genetische Bedingungen auftreten. Diese können Genitalien, Chromosomen, Hormone, das Fortpflanzungssystem und/oder die Keimdrüsen beeinflussen und zu einem Spektrum intergeschlechtlicher Phänotypen führen.
Was bedeutet «Gender»?
Gender umfasst die sozialen, psychologischen, kulturellen und verhaltensbezogenen Aspekte des Mann-, Frau- oder einer anderen Geschlechtsidentität-Seins in einem bestimmten soziokulturellen Umfeld zu einer bestimmten Zeit. Gender ist ein multidimensionales Konstrukt, das Geschlechtsidentität, geschlechtliche Ausdrucksformen sowie soziale und kulturelle Erwartungen an Status, Eigenschaften und Verhalten verknüpft, die mit Geschlechtsmerkmalen assoziiert sind.
Was ist Gendermedizin?
Die Gendermedizin, auch als geschlechts- und genderspezifische Medizin bekannt, befasst sich mit den biologischen und soziokulturellen Unterschieden jedes Individuums und deren Einfluss auf Gesundheit und Krankheit.
Factsheets
Biologische und soziokulturelle Geschlechterunterschiede haben Einfluss auf die Ausprägung, den Verlauf, die Therapie und die Diagnose von Krankheiten. Allerdings werden geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin oft übersehen. Daher hat die Kommission für Sex und Gender in der Medizin die Aufgabe übernommen, gemeinsam mit zahlreichen Expertinnen und Experten Faktenblätter zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in verschiedenen medizinischen Bereichen zu entwickeln.
Definitionen modifiziert nach: Prof. Vera Regitz-Zagrosek, Charité Berlin
Quellen:
- Cleveland Clinic, "Intersex", https://my.clevelandclinic.org/health/articles/16324-intersex.
- Measuring Sex, Gender Identity and Sexual Orientation. T. Becker, M. Chin and N. Bates. Washington (DC), The National Academies Press.
- IGM. "Gender-medicine ", 2025, from https://www.intgsm.org/gender-medicine.
- Lindqvist, A., M. G. Sendén and E. A. Renström (2021). "What is gender, anyway: a review of the options for operationalising gender." Psychology & Sexuality 12(4): 332-344.
- WHO. 2025, from https://www.who.int/europe/health-topics/gender#tab=tab_1.