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Molekulare Kardiologie

Unser Labor untersucht, wie sich das Herz an physiologischen und pathologischen Stress anpasst. Im Fokus stehen molekulare Mechanismen, mittels derer sich das Herz entweder bei erhaltener Herzfunktion in vorteilhafter Weise umbaut, oder durch ein ungünstiges Remodeling insuffizient wird.  

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die durch körperliche Aktivität vermittelte Kardioprotektion. Bewegung zählt zu den wirksamsten Maßnahmen zur Erhaltung der kardiovaskulären Gesundheit, doch die zugrunde liegenden molekularen Programme sind noch nicht vollständig verstanden. Wir nutzen Sport als Modell, um solche endogenen, kardioprotektiven Signalwege zu identifizieren und neue präventive und therapeutische Ansätze aufzuzeigen. 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei den Auswirkungen von Bewegung, Alterung und Herzschädigung. Wir untersuchen, wie diese Unterschiede Kardioprotektion, Krankheitsanfälligkeit und die Entwicklung von Herzinsuffizienz beeinflussen. 

Dafür kombinieren wir Mausmodelle freiwilliger und lebenslanger körperlicher Aktivität mit Modellen der kardialen Alterung, Ischämie, Druckbelastung und weiterer klinisch relevanter Stressformen. Unsere Projekte analysieren insbesondere das Zusammenspiel zwischen trainingsinduzierten Schutzmechanismen und krankheitsassoziierten Signalwegen, etwa bei Alterung, ischämischer Schädigung, Chemotherapie-induzierter Kardiotoxizität und kardialen Manifestationen systemischer entzündlicher und rheumatischer Erkrankungen. 

Wir erforschen molekulare Mediatoren der kardialen Anpassung und Reparatur, darunter miR-222, CITED4, altersassoziierte und zirkadiane Signalwege, Zell-Zell-Kommunikation sowie genregulatorische Programme des adaptiven und maladaptiven Remodelings. 

Methodisch verbinden wir dafür In-vivo- und In-vitro-Modelle mit molekularbiologischen, histologischen, gentherapeutischen und bioinformatischen Ansätzen. Im Fokus stehen dynamische, zellspezifische Prozesse wie Kardiomyogenese, myokardiales Remodeling, vaskuläre und entzündliche Reaktionen sowie der Übergang von kompensierter Anpassung zur Herzinsuffizienz. 

Durch die Integration molekularer Kardiologie, Geschlechterforschung und translationaler Krankheitsmodelle wollen wir besser verstehen, wie das Herz über den gesamten Lebensverlauf hinweg geschützt werden kann. Ziel unserer Forschung ist es, Mechanismen zu identifizieren, die neue Wege zur Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen eröffnen. 

Auswahl aktueller Posterpräsentationen und Flash-Talks 

  • Fynn Betge, Giulia Germena, Juening Kang, Linda Mathez, Chiara Hess, Wesley Abplanalp, David John, Simone Glaser, Julian Wagner, and Carolin Lerchenmüller, Exercise-induced cardioprotection through sex-specific remodelling in ageing murine hearts, SABV symposium 2026, posterAudience Choice Best Poster Award to Giulia Germena  
  • Fynn Betge, Giulia Germena, Juening Kang, Linda Mathez, Chiara Hess, Simone Glaser, David John, Wesley Abplanalp, Julian Wagner, and Carolin Lerchenmueller, Cardioprotective remodelling: The role of age and sex, Annual Meeting of the Swiss Society of Cardiology 2026, in Swiss Med Wkly. 2026;156:Suppl. 299 https://doi.org/10.57187/5577poster.  
  • Fynn Betge, Giulia Germena, Juening Kang, Linda Mathez, Chiara Hess, Simone Glaser, David John, Wesley Abplanalp, Julian Wagner, and Carolin Lerchenmüller, Sex-dependent cardioprotective remodelling in ageing murine hearts, EMBL 2026 Symposium on "Sex Differences in Health and Disease", flash talk and poster. 

Publikationen